Kategorie: Business

Diese 5 Berufe werden in Zukunft von Robotern ersetzt

Welche Berufe werden von Robotern ersetzt | Tennerr

Im März 2018 warnte Elon Musk, der Gründer von PayPal, Inhaber von Tesla und Space X, bei einer der Digitalmesse SXSW vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz (KI).

Künstliche Intelligenz ist gefährlicher als Atomwaffen

Zugegeben dieser reißerische Satz ist furchteinflößend, klingt gefährlich und verfolgt eher das Ziel mit einem überspitzten Vergleich auf potentielle Gefahren der KI hinzuweisen. Eine Zukunft in der Roboter Menschen vollständig ersetzen ist für uns Menschen ein dystopischer Gedanke und gehört in die Science Fiction Literaturabteilung.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Berufe von Maschinen ersetzt wurden und daher ist der Gedanke naheliegend, das in Zukunft Roboter Menschen in einigen Berufen ersetzen können. Unglaublich viele Berufe wurden durch neue technische Errungenschaften ersetzt. Bevor es Kühlschränke gab, musste Eis im Winter vom Eismann geschlagen und ausgeliefert werden. Das Eis wurde dann in Eiskeller gelagert und konnte über den Sommer die Lebensmittel kühlen. Der Liftboy war zur Zeit der Fahrstuhl Einführung nicht wegzudenken. Niemand konnte sich vorstellen, dass der Aufzug ohne einen Menschen fahren könnte. Die Veränderungen kamen nicht über Nacht, im Gegenteil es war in der Vergangenheit ein schleichender Prozess der sich langsam etabliert hat.

Wir befinden uns allerdings im Informationszeitalter und damit hat sich aber auch die Rate der Veränderung und die Geschwindigkeit verändert. Es ist davon auszugehen, dass Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt viel schneller und radikaler stattfinden werden wie wir es in der Vergangenheit gewohnt sind. Doch welche Berufe sind in der westlich geprägten Welt davon bedroht von Robotern übernommen zu werden?

Können LKW-Fahrer von Roboter ersetzt werden?

Definitiv ja! Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Umbruch stattfinden wird. Es gibt bereits zahlreiche theoretische Studien und praktische Konzepte, die sich mit dem autonomen Fahren im Transportbereich auseinandersetzen. Selbstfahrende LKW hätten zwei wesentliche Vorteile im Vergleich zum vom Menschen gelenkten Lastkraftwagen.

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Kostensenkung durch KI gelenkte LKW

Ein großer Kostenfaktor sind die Lenk- und Ruhezeiten eines LKW Fahrers der per Gesetz dazu verpflichtet ist die neun Stunden Tageslenkzeit nicht zu überschreiten. Zwei mal pro Woche kann der Fahrer sogar 10 Stunden am Tag fahren. Da die Woche sechs Werktage, also 144 Stunden hat, kann der Fahrer nur 56 effektiv fahren. Das sind gerade mal 38%. Mit einem Roboter gelenkten LKW ließe sich die Fahrzeit theoretisch auf nahezu 100% ausdehnen – abzüglich Strecken für Nachtfahrverbote. Das Resultat wäre eine maximale Auslastung des Transportmittels, welche unnötige Wartezeiten am Bestimmungsort vermeidet. Ebenfalls würden die Lohnkosten wegfallen, die in Form einer Preisreduktion an den Auftraggeber weitergegeben werden können.

Keine LKW Auffahrunfälle

Im Transportwesen herrscht unglaublich viel Zeit und Kostendruck. Um die zeitliche Anforderung zu erfüllen und die Kosten niedrig zu halten, werden die Lenk und Ruhezeiten teilweise ignoriert. Das hat schwerwiegende Folgen. In den vergangenen Jahren hat die Zahl der schweren Verkehrsunfälle durch LKW Auffahrunfälle mit Todesfolge zugenommen. Es gibt bereits auch technische Lösungen die Notbremsungen vornehmen wenn ein Hindernis erkannt wird und in einer gewissen Zeit nicht verzögert wird. Jedoch sind diese Sicherheitsmechanismen nur in neuen LKW verbaut und lassen sich auch per Hand abschalten. Es bleibt der Faktor Mensch, der auf Grund von Übermüdung Fehler macht.

Der Bedarf nach autonom fahrenden LKW ist gegeben und wird bereits in der Praxis getestet. Die A9 zwischen Nürnberg und München wird seit 2016 als Teststrecke für das autonome Fahren von PKW und LKW getestet. Es wird sich zeigen ab wann die Technologie so weit ist den LKW Fahrer zu ersetzen. Schließlich kann ein Roboter nicht müde werden oder Fehler machen.

 

Werden Übersetzer von Maschinen ersetzt?

Photo by rawpixel on Unsplash

Das sind sie jetzt schon! Übersetzer, Dolmetscher und Fremdsprachenkorrespondenten sind vorwiegend in der Übersetzung von Texten, Beiträgen und Audio Inhalten tätig. Unternehmen beauftragen externe Übersetzungsbüros für die intern produzierten Formulare, Verträge, Webseiteninhalte und Videoinhalte. Die Übersetzungen sind meistens innerhalb weniger Tage erledigt, sind jedoch recht teuer. 

In den letzten Jahren haben allerdings Plattformen wie dict, linguee oder der Übersetzungsdienst von Google einen erheblichen Anteil an den weltweiten Übersetzungen beigetragen. Das Ergebnis der Übersetzung ist vor allem bei langen Texten mit technischen Inhalt etwas dürftig und muss immer nachgebessert werden. Aber es ist kostenlos.

2017 hat sich jedoch das Blatt gewendet. Mit DeepL ist eine Software auf den Markt getreten, die maschinell übersetzt. Der Name leitet sich aus dem englischen ab und bedeutet “Deep Learning”. Die Maschine nutzt neuronale Netzwerke und bedient sich mehrerer Übersetzungsplattformen wie Linguee.

Die KI ist enorm gut in der Übersetzung. Man munkelt dass einige Übersetzungsbüros DeepL für ihre Übersetzungsaufträge nutzen.

Die App Mymanu ist kostenlos und schafft es zusammen mit dem Ohrstecker Clik ein richtiges “Per Anhalter durch die Galaxis” Feeling zu erzeugen. Auch ohne Ohrstecker sind Echtzeitübersetzungen überhaupt kein Problem mehr.

Was bedeutet das nun für die Zukunft des Übersetzers und Dolmetschers. Eigentlich nichts gutes. Sowohl die textliche Übersetzung als auch die Maschinelle können jetzt schon den ausgebildeten Fremdsprachenkorrespondenten in großen Teilen ersetzen.

Wer Dolmetscher ist und sich von dem technologischen Fortschritt bedroht fühlt, sollte ggf. einen Programmierkurs nehmen. So bleibt er oder sie auch für die Zukunft gefragt.

 

Können Buchhalter von Künstlicher Intelligenz ersetzt werden?

Photo by rawpixel on Unsplash

Mit ziemlicher Sicherheit. Bereits jetzt gibt es sehr preiswerte Softwarelösungen, welche die Belegerkennung, Verwaltung und Steuervorbereitung vollautomatisiert übernehmen. Beispiele dazu sind BuchhaltungsButtler, Candis, sevDesk und viele mehr. 

Die Buchhaltung besteht aus vielen kleinen repetitiven Vorgängen und ist daher hervorragend durch KI ersetzbar. Durch neuronale Netzwerke lässt sich hervorragend die Bild bzw. Belegerkennung programmieren und damit automatisieren. Anschließend werden die Belege kategorisiert, verbucht und digital abgelegt.

Mittlerweile wird die Software nicht mehr als solche bezeichnet, sondern hat bereits eine persönlichere Bezeichnung erhalten – digitaler Buchhaltungsassistent. Dieser Name ist auch gerechtfertigt, denn es übernimmt schließlich die Sachbearbeitertätigkeiten die vorher eine Person erledigt hat.

Für Start-Ups und kleinere Betriebe ist das eine enorme Geld und Zeitersparnis. Aus diesem Grund werden solche Lösungen gerne angenommen, da sie eine echte Lösung für eine teure (menschliche) Alternative bieten.

Werden Buchhalter größerer Unternehmen von Roboter ersetzt? Kurzfristig gesehen vermutlich nicht, da einige Prozesse noch zu individuell oder veraltet sind und an denen festgehalten wird. Es werden beispielsweise Belege immer noch in Ordnern abgelegt, obwohl es digital auch ausreichen würde. Rechnungen werden immer noch einzeln gestempelt, damit eine Kostenstelle eingetragen wird die per Hand ins System eingebucht wird.

Vermutlich wird die Künstliche Intelligenz dem Buchhalter von morgen viel Arbeit abnehmen können und ihm helfen sich auf das steuerrecht zu fokussieren, um interessante Hebel für das Unternehmen zu finden. Dafür müssen aber die angestaubten Prozesse durch eine hilfreiche KI ersetzt werden.

Eine mögliche Lösung wäre es, dass der Buchhalter selbst sich in diesen Bereichen weiterbildet und die vorhandennen Softwarelösungen dem Unternehmen anbietet. So kann er langfristig sein Arbeitsplatz sichern, da er zum einen sich in die Software einarbeit und zum anderen Zeit schafft um für das Unternehmen produktiver zu sein.

 

Wird die Putzfrau von Roboter ersetzt?

Photo by rawpixel on Unsplash

Vermutlich nicht. Ein Roboter als Putzfrau oder Haushaltshilfe wie in der 70er Jahre Zeichentrickserie “Die Jetsons” dargestellt wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Es gibt zwar bereits jetzt Roboter die schwere Lasten heben und diese von A nach B bringen, jedoch müssen sie für komplexere Tätigkeiten neu konfiguriert werden. 

Ein Haushalt oder eine Firma die gereinigt werden muss, hat unendlich viele Hindernisse, Variablen und sich verändernde Umgebungsparameter. Will man das berücksichtigen müsste der Roboter eine enorme Rechenleistung gepaart mit Künstlicher Intelligenz haben.

Roboter sind aber bereits in unseren Häusern eingezogen. In Form von Staubsaugerroboter, Fensterroboter, intelligente Küchenmaschinen, Smart Homes und zu guter letzt mit Sprachassistenten. Letzteres ist sogar in der Lage mit anderen Geräten zu kommunizieren und Räume per Echolotverfahren zu vermessen.

Ob die Haushaltshilfe oder Putzfrau der Zukunft ein physisches einzelnes Objekt sein wird oder vielleicht das ganze Haus bleibt abzuwarten. Bis dahin können sich aber die Putzfrauen von heute mit der Technik von Morgen vertraut machen und in Zukunft vielleicht als eine Art Facility Cleaning Manager ihre Dienste anbieten.

 

Können Händler von der Digitalisierung verdrängt werden?

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Zum Teil. Wer das Internet in den letzten 10 Jahren etwas genauer betrachtet hat wird feststellen, dass Amazon im Versandhandel enorm populär geworden ist. Es ist ein offenes Geheimnis und es gibt auch keine belegbaren Beweise dafür, aber viele Einzelhändler können sich am Markt nicht mehr behaupten weil Amazon den Markt an sich gerissen hat.

Nach einer HDE Umfrage (Handelsverband Deutschland) bewerten Kleinunternehmer mit weniger als fünf Mitarbeitern die Geschäftsaussichten zunehmend kritisch. Demnach könnten lebendige Einkaufsstraßen in der Zukunft nicht mehr in dieser Form existieren. Den kleine Boutiquen, Läden und Buchhändler haben Schwierigkeiten lokal Umsatz zu machen. Stattdessen schwenken viele auf den Online Handel und verabschieden sich vom teuren Laden.

Große Handelsunternehmen sehen dagegen vergleichsweise optimistisch in die Zukunft. Sie schaffen es offenbar immer besser, das herkömmliche Geschäft mit den digitalen Möglichkeiten zu E-Commerce-Konzepten zu verzahnen.

Ein schwieriger Markt ist der Lebensmittelversand, weil Kunden offenbar lieber die Frische der Waren selbst bewerten möchten. Daher ist davon auszugehen, dass es langfristig weiterhin Spielraum auch für kleinere Lebensmittelhändler geben wird. Vielleicht wird es für sie auch preislich interessanter, wenn die Mieten aufgrund von auswandernden Boutiquen in zentraler Lage günstiger werden.

Die größere Frage ist, ob Algorithmen irgendwann auch den Online Händler obsolet machen. Ob Amazon nicht nur ein Vollautomatisches Warenversandlager sondern irgendwann auch ein automatisiertes Warenwirtschaftssystem, welches selbstständig Entscheidungen anhand von Nutzerdaten trifft.

Fazit

In diesem Beitrag wurden nur fünf Berufe beleuchtet. Mit Sicherheit kann nicht jeder Beruf von einer Maschine, KI oder Roboter ersetzt werden, allerdings gibt es doch ein paar Tätigkeiten die vermutlich komplett oder zum Teil in menschlicher Hand bleiben. Nahezu jeder künstlerische, kreative oder beratende Job wird vermutlich weiterhin existieren. Das ist aber auch gut so, denn der Mensch ist ein schaffendes Wesen und nicht geeignet für stumpfe repetitive Aufgaben. Dafür haben wir die Maschinen erfunden.

Wenn du dich als Freiberufler versuchen möchtest und Online deine Dienste anbieten möchtest dann kannst du das hier auf Tennerr. Schau dich einfach mal um und hol dir Inspiration.

23. November 2018

Wie werde ich Freelancer in Deutschland?

Wie werde ich Freelancer in Deutschland | Tennerr

Wie wird man eigentlich Freelancer in Deutschland? In diesem Beitrag möchte ich dich in die Welt der Freelancer entführen und zeigen wie einfach es ist Freelancer zu werden und seinen Beruf selbst-bestimmend und unabhängig jeden Tag nach zu gehen. Wer weiß, vielleicht entscheidest du dich am Schluss auch für diesen Weg und beginnst ein neues Abenteuer oder findest dadurch deine Berufung.

In Deutschland kann grundsätzlich jeder, unabhängig Alter und Herkunft, Freelancer werden. Um jedoch voll geschäftsfähig zu sein muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Wer unter 18 Jahren Geschäfte abschließen möchte, muss die Wirksamkeit des Vertrags mit der Einwilligung der Eltern oder aus eigenen Mitteln bestreiten (Taschengeldparagraph). Freiberufler bezahlen keine Gewerbesteuer und müssen am Jahresende lediglich eine Einnahmen-Überschuss Rechnung Nach § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes erstellen. Um Freiberufler zu sein muss eine Tätigkeit, die in § 18 des Einkommenssteuergesetzes aufgeführt wird, ausgeführt werden. Hierzu zählen wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten. Deine Freelancer Tätigkeit beginnt mit der Anmeldung beim Finanzamt.

Kannst Du mit deinem Wissen Geld verdienen?

Jeder Mensch kann etwas und jeder kann damit auch ein geregeltes Einkommen generieren. Ein möglicher und sehr gut funktionierender Weg ist es freiberuflich anderen Menschen oder Unternehmen zu helfen. Allerdings musst du einen Schritt zuvor erst mal herausfinden was du anbieten kannst und ob diese Tätigkeit unter den sogenannten freien Berufen fällt.

Viele Freelancer waren schon mal angestellt und haben in einem Unternehmen Erfahrung und Arbeitsweisen gesammelt, die sie nun als Freelancer nutzen können. Starte damit, dich selbst zu fragen ob du es dir vorstellen könntest deinen aktuellen Beruf als Freelancer und damit auf eigene Rechnung auszuführen. Wenn deine Antwort „Ja“ lautet oder dir der Gedanke ein gutes Gefühl vermittelt, dann kann ich dir gratulieren. Du hast die erste von zwei Hürden genommen. Keine Sorge, wenn du gleichzeitig ein mulmiges Gefühl im Sinne von Unsicherheit verspürst. Das ist normal und auch gut so. Denn alles was neu ist und nicht in unserer Komfortzone fühlt sich erst mal ungewohnt an.

Wenn du jedoch zu dem Entschluss kommst, dass du deinen aktuellen Beruf nicht auf selbstständiger oder freiberuflicher Basis ausüben möchtest, dann wird es Zeit herauszufinden was dein Weg sein könnte. Du hast im Laufe deines Lebens Wissen gesammelt, welches du nutzen kannst um anderen Menschen zu helfen. Wenn du nicht genau weißt mit was du Starten kannst dann lohnt sich vielleicht ein Blick in unser Ideenpool. Hier haben wir über 200 Vorschläge gesammelt, mit denen du dich Selbständig machen kannst und andern Menschen helfen kannst.

Nun ist es aber auch wichtig zu wissen ob dein ausgesuchter Beruf auch unter den Freien Berufen fällt und du dich offiziell Freelancer bzw. Freiberufler nennen darfst.

Unter den Freien Berufen zählen:

  • Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten, Hebammen, Heilmasseure, Diplom-Psychologen
  • Mitglieder der Rechtsanwaltskammern, Patentanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, beratenden Volks- und Betriebswirte, vereidigte Buchprüfer (vereidigte Buchrevisoren), Steuerbevollmächtigte
  • Ingenieure, Architekten,
  • Handelschemiker, Lotsen, hauptberufliche Sachverständige,
  • Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer und ähnliche Berufe sowie Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller, Lehrer und Erzieher

Die im Einkommensteuergesetz genannten Freien Berufe wie Anwalt, Buchprüfer oder Ingenieur werden als Katalogberufe bezeichnet. Daneben haben sich auch einige den Katalogberufen ähnliche Freie Berufe etabliert. Dazu zählt das Institut für Freie Berufe:

Aushilfsmusiker, Bergführer, Bildhauer, Designer, Diätassistent, Dirigent, EDV-Berater, Erfinder, Erzieher, Fotografen, Kameramann, Künstler, Dozent, Logopäde, Magier, Marketingberater, Marktforscher, Musiker, Raumgestalter, Schauspieler, Schriftsteller, Tanzlehrer, Tanz- und Unterhaltungsmusiker, Unternehmensberater, Visagist, Werbetexter und viele weitere.

Einen Link zum Katalog der Freien Berufe findest du am Ende des Beitrags. Wenn du dir unsicher bist ob deine angestrebte Tätigkeit eine freiberufliche Arbeit erlaubt, dann ruf bitte deinen Berater beim Finanzamt an. In der Regel erhältst du wirklich schnell und kompetent eine Antwort. Alternativ kann dir auch ein Steuerberater oder ein Gründungsberater eine Auskunft geben.

Wenn du nun weißt was du machen willst und der Beruf auch noch unter den Freien Berufen fällt, dann wird es Zeit, dass du Nägel mit Köpfen machst und dich beim Finanzamt meldest.

Der Staat will es wissen

Jetzt wird es richtig ernst. Bevor du aber richtig mit deiner Leidenschaft loslegen kannst, musst du erstmal, wer hätte das gedacht, Formulare ausfüllen. Hast du schon mal eine Steuererklärung ausgefüllt? Wenn ja, dann sollten die acht Seiten kein Problem darstellen und du hast es fix erledigt.

Du hast noch keine Steuererklärung selbst ausgefüllt? Du hast richtig gelesen es sind wirklich acht Seiten. Aber keine Angst, es ist wirklich einfacher als es aussieht. Es gibt eine online Ausfüllformular inklusive Ausfüllhilfe welches du ausgefüllt ausdrucken und an das Finanzamt senden kannst. Es dauert maximal 10 Minuten und geht am schnellsten wenn du ein paar Unterlagen vorbereitest.

Folgende Unterlagen solltest du parat haben, um die nötigen Infos heraus zu ziehen:

  • Bankverbindung
  • Anschrift und Infos zu deinem Steuerberater, falls vorhanden
  • Deine Einkünfte aus allen deinen Tätigkeiten.
  • Organschaftauskunft, falls vorhanden
  • Steuerunterlagen
  • Angaben zu Mitarbeitern, wenn du welche einstellst

Du merkst, dass einige Dokumente für dich nicht in Frage kommen. Das liegt ganz einfach daran, dass der gleiche Erfassungsbogen sowohl für die Gewerbeanmeldung und Beteiligung an Personengesellschaften, als auch für die Anmeldung einer freiberuflichen Tätigkeit geeignet ist. Das bedeutet für dich ganz konkret, dass ganz viele Felder weg fallen werden und nur wenige eine Rolle für dich spielen.

Zwei wichtige Felder sind aber „4. Angaben zur Gewinnermittlung“ und „7.3 Kleinunternehmerregelung“ sein. In 99 % der Fälle wirst du, wenn du als Freiberufler anfängst, die Einnahmenüberschussrechnung zur Gewinnermittlung wählen. Das ist eine einfache Rechnung am Jahresende in der du deine Einnahmen und deine Ausgaben aufsummierst und dadurch deinen Gewinn ermittelst. Wenn du dir nicht sicher bist ob eine andere Gewinnermittlung für dich in Frage kommt dann sieh dir bitte die Ausfüllhilfe an oder frag am besten das Finanzamt.

Ebenso verhält es sich mit der Kleinunternehmerregelung. Normalerweise wählen die meisten Freiberufler diese Regelung, weil sie im ersten Jahr nicht über einen Gesamtumsatz von über 17500 EUR hinauskommen. Solltest du natürlich wissen, dass deine Tätigkeit diese Grenze voraussichtlich überschreitet, dann verzichte auf diese Regelung. Du musst aber dafür jeden Monat bis zum 10. deine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt eingereicht haben.

Ist das kompliziert? Auf keinen Fall. Entweder du gehst über einen Steuerberater der das für dich macht, oder du willst Geld sparen und machst es selbst. Dazu gibt es Software, die deine Rechnungen erstellt, bucht und die Voranmeldung direkt an das Finanzamt versendet. Google einfach nach „Umsatzsteuervoranmeldung Software“.

Eine wichtige Formularkleinigkeit gibt es allerdings noch zu beachten. Wenn du dich erfolgreich als Freiberufler beim Finanzamt gemeldet hast, musst du nun ab sofort die Anlage S bei deiner Steuererklärung ausfüllen und hinzufügen. Darüber hinaus musst du natürlich deine Einnahmenüberschussrechnung und ggf. die Umsatzsteuerzusammenfassung abgeben.

Entweder du liest dich in dieses Thema ein oder du gibst das an dein Steuerberater weiter. Schließlich musst du dich ja um das Wesentliche kümmern – Deine Aufträge.

Arbeiten um zu (Über)leben

Herzlichen Glückwunsch du bist nun Freelancer! Wenn du dich nun nach potentiellen Auftraggebern umsiehst, dann hast du vielleicht was falsch gemacht. An diesem Punkt solltest du schon deinen ersten Auftrag haben oder kurz davorstehen. Es gibt Meinungen, dass man sich auf jeden Fall erst mal beim Finanzamt melden muss bevor man ein erstes Angebot annimmt, um sich nicht in irgendeiner Form strafbar zu machen. Dieser Schutzgedanke ist im Grunde vollkommen richtig aber leider sehr häufig nicht alltagstauglich. Die meisten Freelancer haben einen Auftrag erhalten und sich dann parallel zum Auftrag Gedanken über die behördlichen Schritte gemacht.

Diese Auftragssicherheit bestätigt dich dabei seinen Weg zu gehen und seine Tätigkeit zu melden. Diese Auftragssicherheit gibt es leider nicht jeden Monat und damit du in Zukunft es leichter hast einen Aufträge zu bekommen siehst du nun ein paar Vorschläge um dein Auftraggeber Netzwerk zu erweitern. Denn je mehr Kunden du glücklich machst, desto größer die Empfehlungswahrscheinlichkeit und desto voller dein Auftragsbuch.

  • Stelle dich und ein Können in Freelancer Facebook Gruppen vor. Es gibt immer den ein oder anderen Freelancer der noch einen Partner für ein Projekt sucht, der mit seinen Fähigkeiten ergänzen kann. Wenn du beispielsweise Texte schreibst, dann werden deine Fähigkeiten evtl. in ein Online Marketing Projekt benötigt.
  • Nutze Coworking Spaces. Hier arbeiten Designer neben Marketern neben Programmieren. Du kannst dich ganz leicht mit Menschen verbinden und einen einfachen Einstieg in ein Projekt bekommen. Google einfach nach Coworking Spaces in deiner Stadt.
  • Melde dich auf Freelance Plattformen wie Tennerr.de an und stelle dich und deine Angebote ausführlich vor. Du hast hier eine einmalige Arbeit dich zu registrieren und deine Angebote zu erstellen, kannst aber in Zukunft immer davon profitieren wenn du aufgefunden wirst. Viele Plattformen haben auch eine Gesuch Rubrik, bei der ein Projekt vorgestellt wird und sich Freelancer darauf bewerben können.

Du bist ein Produkt oder wie werde ICH eine Marke

Egal welche Plattform du für deine Auftragsakquise nutzt, präsentiere dich als Marke. Das ist langfristig enorm wichtig, denn es wird deinen Widererkennungswert steigern und dich am Markt einzigartig machen. Das wiederum führt zu einem höheren Umsatz, da deine Preisstruktur sich der Nachfrage anpassen wird.

Aber nochmal einen Schritt zurück. Du bist Freelancer und stellst in der Regel eine bestimmte Dienstleistung zur Verfügung. Anders gesprochen produzierst du ein Resultat oder Produkt in einer bestimmt vereinbarten Zeit. Nun aber eine kritische Frage.

Was unterscheidet dich nun von einem Roboter, welcher das gleiche Ziel erreicht und dabei vielleicht schneller oder sogar besserer Resultate liefert?

Ganz einfach. Deine persönliche Note! Ohne Frage die Zukunft wird von Künstlicher Intelligenz beherrscht werden und Aufträge wie das schlichte Übersetzen von einem Text werden heute schon von DeepL schnell, kostenlos und in überraschend guter Qualität erledigt. Da hält kein normaler menschlicher Übersetzer mehr mit. Also ist es wichtig für den Übersetzer sich von der Masse und von Künstlicher Intelligenz abzuheben, indem er oder sie beispielsweise ein Lektorat oder eine SEO optimierte Übersetzung anbietet. Oder die Übersetzung an den Schreibstil der Auftraggeber anpasst.

Das nächste Level ist sich als Marke zu vermarkten und ein eigenes persönliches Profil inklusive durchgängigem Design, Beispielaufträge darstellt und Rezensionen seiner Kunden aufzeigt. So etabliert sich ein Markenbewusstsein rund um den Freiberufler und wird ihm auch in Zukunft ein Einkommen sichern.

Fazit

Die bürokratischen Hürden in Deutschland Freelancer zu werden sind wirklich gering und der nachfolgende Papierkram an sich überschaubar. Den ersten Kunden haben die meisten Freelancer auch an Bord gezogen und die Suche nach weiteren Aufträgen ist Dank Social Media, Internet und Freelancer Plattformen einfach. Das Schwierigste ist vermutlich die Entscheidung zu treffen den Weg der Selbstständigkeit zu gehen und den vermeidlich „sicheren“ Hafen des Angestelltenverhältnisses zu verlassen. Am Wichtigsten ist es aber sich stetig fortzubilden und die Digitalisierung für sich zu nutzen, um als Marke am Markt aufzufallen.

 

Katalog der Freiberufler: http://erfolgreich-wirtschaften.de/katalog-der-freiberufler/

Anmeldeformular Freiberufler: https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=8C960D2C7ACB0D37F9B3

 

Das Beitragsbild wurde bereitgestellt von:

DESIGNECOLOGIST

13. November 2018

Behördenfragen klären

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31. August 2018

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18. August 2018

Recherche Jobs finden oder aufgeben

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Arbeit zu Hause erledigen, wenn Du gut in puncto Recherche Jobs bist, ist für Dich kein Problem? Im Alltag einer jeden Person fallen immer wieder Dinge an, die recherchiert werden müssen. Viele Menschen haben für die Suche aber keine Zeit. Biete Deinen Kunden die Suche nach ganz unterschiedlichen Dingen an und bessere so Dein Einkommen auf. Ein paar Tricks wie du auf Google richtig suchst findest du hier. 

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18. Mai 2016

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Nebenjobs von zu Hause gibt es viele, einer davon ist es Beziehungsfragen zu beantworten. Viele Menschen suchen nach guten Antworten auf ihre Beziehungsfragen, finden diese jedoch bei Freunden und Bekannten nicht. Hast Du genug Wissen zum Thema Beziehungen, dann biete Deinen Kunden die Chance, auf Deine umfangreichen und fundierten Ratschläge zurückzugreifen.

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18. Mai 2016

Steuerfragen

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Arbeiten im Internet, ist das, was Du willst? Dann kannst Du Deinen Kunden anbieten ihre Steuerfragen zu beantworten. Immerhin gibt es gerade in puncto Steuern eine Menge Fragen, die nicht nur einmal im Jahr bei der Steuererklärung auftreten, sondern allgemein beschäftigen. Kennst Du Dich also auf diesem Gebiet aus oder hast sogar eine Ausbildung, so kannst Du Dir eine große Stammkundschaft aufbauen. 

Unter dem folgenden Link kannst du dein Wissen aufpolieren und auffrischen:

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18. Mai 2016

Schreiben von Behörden beantworten

Schnell zu Geld kommen | Tennerr

Schnell zu Geld kommen und das auf Dauer. Mit dem Beantworten von Behördenschreiben kein Problem. Immerhin gehen jeden Tag unendlich viele Behördenbriefe auf den Weg zu Menschen, die sich mit diesen Briefen überhaupt nicht auskennen. Wenn es für Dich jedoch kein Problem ist, Behördenschreiben zu beantworten, dann übernimm dies für Deine Kunden. Du wirst nicht glauben wie vielen Menschen du damit helfen kannst. 

Mal ein Beispiel aus dem Baurecht gefällig?

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18. Mai 2016

Yoga Programm

individuelles Yoga Programm | Tennerr

Suche Heimarbeit mit Niveau? Kein Problem. Erstelle einfach ein individuelles Yoga Programm als PDF, mit Bildern oder als Video und unterstütze so Deine Kunden bei ihrem täglichen Training. Viele Kunden suchen nach einem guten Yoga Programm, welches sie zeitunabhängig von zu Hause aus durchführen können. Nutze die Chance und überzeuge sie von Deinem umfangreichen Yoga-Können.

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18. Mai 2016

Tipps zur Kindererziehung

Heimarbeit online leicht gemacht. Mit Tipps zur Kindererziehung kein Problem. Viele Menschen wissen nicht, wie sie ihre Kinder am besten erziehen sollen oder es treten unverhofft Probleme auf. Kennst Du Dich mit Kindererziehung aus, dann biete Deinen Kunden vielfältige Unterstützung bei der Kindererziehung an und erarbeite Dir so ein Zusatzeinkommen.

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18. Mai 2016

Günstigste Preise finden

Schnell Geld verdienen legal und unkompliziert. Wenn das Dein Wunsch ist und Du ich mit günstigen Preisen auskennst, kannst Du Deinen Kunden anbieten für sie die günstigsten Preise zu finden. Egal ob Reise oder Fernseher die Preise sind auf dem Markt so vielfältig, dass es schwer fällt den Überblick zu behalten.

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18. Mai 2016

Ehrliche Meinung über Look

Online arbeiten und schnell das Einkommen aufbessern. Wenn das Dein Wunsch sein sollte, so kannst Du Deinen Kunden eine ehrliche Meinung über ihren Look anbieten. Viele Menschen wünschen sich eine ehrliche Meinung zu ihrem persönlichen Look, erhalten von Freunden und Bekannten jedoch keine. Übernimm die Aufgabe und übe Kritik oder äußere ehrliches Lob.

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